Yoga und die Kraft der Gefühle

Yoga ist eine ganzheitliche Praxis, die alle Ebenen unseres Seins einschließt. Unsere Gefühle erscheinen uns dabei besonders schwer greifbar, hoch sensibel und zuweilen unkontrollierbar. Ein weit verbreiteter Mythos zum Thema Gefühle besagt, dass diese irrational und unverständlich sind. Das zeigt sich schon darin, dass wir den Begriff „Gefühl” sehr vage verwenden — und zwar für so ziemlich alles, was sich dem rationalen Verständnis entzieht. „Ich habe das Gefühl, dass du mich anlügst” ist ein klassisches Beispiel solch schwammiger Aussagen. Doch wofür haben wir Gefühle eigentlich? Sind sie wirklich so unlogisch und vielleicht sogar unpraktisch wie gemeinhin angenommen? Oder verbirgt sich hinter unseren emotionalen Wogen vielleicht eine geheime Logik, eine unsichtbare Gesetzmässigkeit, die wir bislang schlicht noch nicht entdeckt haben?

Ein Text von Vivian Dittmar & Lisa Sintermann…

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Lasst uns mehr Schwäche zeigen!

Lisa Shavasana

At some point I realized that no amount of yoga practice or perfection in yoga practice will shield me from suffering. Suffering will happen. My body will change, people will come and go. The only solution is to expand the container – to make myself bigger than my suffering. (Katchie Ananda) [1]

Wir kennen sie alle, die unzähligen Bilder überflexibler Frauen in den tiefsten Yogaposen. Menschen, die unerschütterlich glücklich und gesund wirken, schmücken die Titelblätter der Yogazeitschriften. Wir schlagen Fachbücher auf und sehen indische Meister in den wildesten Verrenkungen. Zu Weilen entsteht der Eindruck, im Yoga gehe es vor allem um die perfekte Körperbeherrschung.

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